Neu auf dctp.tv: Was bringt den Weltgeist nach vorne?


Dr. Hubert Burda über die Interfaces zwischen Medien und Kunst
Mit Gutenbergs Erfindung der Buchdruckerkunst beginnt die Entwicklung der Neuzeit. Heute erleben wir das digitale Zeitalter, einen nicht weniger rasanten Umbruch: den Beginn einer neuen Schwellenzeit. Das Zeichen für Menschen, die sich der beschleunigten Zeit anpassen, ist der Delphin. Zugleich brauchen wir Anker. Wir finden sie in der Kunst. In seiner faszinierenden Publikation IN MEDIAS RES entwickelt Dr. Hubert Burda einen Grundriss für den Umgang mit den neuen Öffentlichkeiten des 21. Jahrhunderts. Der Verleger und Kunsthistoriker fasst gerade die Brüche zwischen Tradition und Neuerung als eine Chance auf für produktive Antworten. Es geht um die Interfaces zwischen Medien und Kunst. Als Eideshelfer dieser 10 KAPITEL ZUM ICONIC TURN begleiten ihn Friedrich Kittler, Horst Bredekamp, Peter Sloterdijk, Bazon Brock und der Kunsthistoriker Hans Belting. Begegnung mit Dr. Hubert Burda. (Auf der DLD)

► Was bringt den Weltgeist nach vorne? (News & Stories vom 13.03.2011)

 

Sehen Sie dazu auch auf dctp.tv:

► Die Wissenschaft ist in der größten Krise seit dem Buchdruck – Prof. Lorraine Daston

Die Wissenschaft ist unter Beschuss, Fakten erscheinen nur noch als eine Perspektive auf die Wirklichkeit. „Die Wissenschaft ist in der größten Krise seit dem Buchdruck“, sagt Prof. Lorraine Daston, Direktorin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. Im Gespräch mit Philip Banse erläutert die Historikerin, wie die Wissenschaft auf Angriffe von Populisten und religiösen Extremisten reagieren sollte.
 


► Die Macht der Bilder

Das weltweite Netz hat unsere Öffentlichkeiten stärker erschüttert als einst Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks. Dieses neue Online-Medium ist selbst in voller Bewegung und verändert auch die klassischen Öffentlichkeiten. Dabei erhält das Bewegtbild (als Fortsetzung der Filmgeschichte) eine Bedeutung, die das Nachdenken lohnt. Dr. Bernd Graff über die MACHT SICHTBARER UND UNSICHTBARER BILDER.
 


► Die Zeitung als „Eisenbahn des Geistes“

Der Jahreswechsel von 1799 auf 1800 wurde als Jahrhundertwende empfunden, obwohl offiziell das Jahrhundert erst mit dem Jahr 1801 begann. Sylvester 1799 ist Napoleon erst 6 Wochen im Amt. Von der Klassik in Weimar geht über ganz Europa eine starke Meinungsmacht aus. Industrie und Welthandel blühen. Die Französische Revolution hat die Fantasien der Menschen angestoßen, dass sich die Verhältnisse verändern. Es handelt sich um eine Zeitenwende. Sie ist gekennzeichnet durch Mobilisierung und eine plötzliche Beschleunigung aller Dinge. Dr. Lothar Müller, Redakteur im Feuilleton der SZ, ist besonderer Experte für diese Zeit. Es entsteht nämlich der Begriff der „Jetztzeit“ und „Aktualität“, sagt er. Den Taktschlag dafür geben die Zeitungen, die die neue Öffentlichkeit prägen. Die Zeitungen, sagt Lothar Müller, entsprechen für den Zeitgeist dem, was wenig später die Eisenbahnen für die Vernetzung sein werden. „Die Zeitung als Eisenbahn des Geistes“.