Aus dem Archiv: „Zuflucht Shanghai“


In den Jahren 1938–1941 flüchteten etwa 20.000 Juden nach Schanghai. In dem von Japanern beschossenen und zerstörten Stadtteil Hongkew, errichteten sie inmitten der chinesischen Metropole europäische Geschäfte und Läden: Klein Wien, Klein-Berlin. Ein enger Mitarbeiter S. Freuds gab die Zeitschrift DIE GELBE POST heraus. 1941 brachen die Japaner in diese Welt ein. Ein eindrucksstarker Film von Joan Grossman und Paul Rosdy.

► „Zuflucht Shanghai“(Primetime 20.06.1999)


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► „Christoph Kolumbus“

Der französische Dichter Paul Claudel beschreibt die Höhepunkte und die Verzweiflung im Leben von Christoph Kolumbus in 24 großen Bildern und Tableaux. Ursprünglich sollten der deutsche Regisseur Max Reinhardt und der Komponist Richard Strauss aus diesem Stoff einen Hollywood-Musikfilm gestalten. Aufgrund von Streitigkeiten übernahm Darius Milhaud die Komposition. Es entstand eine Oper der Moderne mit zahllosen Filmprojektionen, Schaubildern, Massenszenen im Stil der 20er Jahre. Die Staatsoper unter den Linden Berlin, gewann jetzt den britischen Filmemacher Peter Greenaway, der für die kühne Bildgestaltung in seinen Filmen bekannt ist, für die Regie dieser Oper. Mit seiner Regiekollegin Saskia Boddeke schuf er mit Bühnenbild, Filmen und unerwarteten Ereignissen ein Gesamtkunstwerk eigener Art.


►“Ein anderer Planet“

Die Bühnenbildnerin Nina Wetzel (Hamburg, Berlin) hat mit Christoph Schlingensief Kosovo-Lager in Mazedonien besucht und auf der Hinterbühne der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz für eine Schlingensief-Revue ein solches Lager errichtet. Ähnlich wie in Schlingensiefs Container während der Festwochen in Wien, haben die Insassen des Kosovo-Zeltes von Nina Wetzel die Möglichkeit, sich zu äußern, sich zu versorgen und die Fremdartigkeit eines Kosovo-Lagers zu dokumentieren


► „Verbrecher in Uniform“

Pavel Tschuchrais setzt in seinem neuen film DER DIEB den berühmten Film seines Vaters BALLADE VOM SOLDATEN fort. Ein sechsjähriger Junge trifft mit seiner Mutter gleich nach dem Krieg in der Eisenbahn einen Offizier. Die Mutter verliebt sich in den Uniformträger, der Junge verehrt ihn. Es erweist sich aber, daß der Offizier nur ein verkleideter Verbrecher ist. Die echten Uniformträger hat der Krieg verschlungen. Eine russische Tragödie. Übersetzung: Rosemarie Tietze