Neue Themenschleife auf dctp.tv: Religion



In der Antike koexistierten die verschiedensten Glaubensrichtungen und Religionen nebeneinander in großer Toleranz. Das änderte sich als das Christentum zur Staatsreligion im Römischen Reich wurde und sich wenig später die Reiche des Islam ausbreiteten. Heute, in der globalen Welt, beobachtet man sowohl eine Verhärtung von Glaubensfronten wie auch das Aufkommen der verschiedenartigsten lokalen Religionen.

Begegnungen mit dem Historikern und Theologen. Eine Reise durch Höhepunkte der Theologie.

► Religion (Themenschleife mit 31 Filme)

Sehen Sie dazu auch auf dctp.tv

► ABC des Islam
Mohamed Arkoun, Sorbonne Paris, gilt international als einer der bedeutendsten Islamwissenschaftler. In seinem Standardwerk DER ISLAM beschreibt er, warum die Entmachtung kriegerischer Religionen historisch nicht gelang. Es genügt nicht, Voltaire und die globale Marktgesellschaft entgegenzusetzen. Die moderne, weltliche Zivilisation des Westens, sagt Mohamed Arkoun, führt sich selbst wie eine Religion auf, wenn sie anfängt „gerechte Kriege“ zu führen.


► „Der Maharal von Prag“
Der berühmte Rabi Loew, der wegen seines hohen Ranges als Magier „Maharal von Prag“ genannt wurde, hat bekanntlich einen Golem geschaffen. Dieses Wesen aus Lehm geschaffen, beseelt, jedoch ohne Sprachen, entspricht dm Zustand Adams in der zweiten Stunde des Schöpfungstages. Der Golem sollte die jüdische Gemeinde schützen. Als der Riese der Kontrolle zu entgleiten drohte, gelang es dem Maharal ihn still zu stellen. News & Stories zeigt eine TV-Uraufführung: „Der Golem“ von Gary Lucas und Walter Horn. Die beiden Avantgarde-Pop- Komponisten aus Syracuse/USA haben eine eindrucksstarke Musik geschaffen, die sie live vorführen. In Ergänzung hierzu zeigt das Magazin Ausschnitte aus der unbekannten Oper von Eugen D Albert „Der Golem“. Ein Musikmagazin in Zusammenarbeit mit Art Projekt, Gary Lucas und Walter Horn.


► Monotheismus und Sprache der Gewalt
Als es viele heidnische Götter gab, verhielten sich die Religionen der Völker zueinander kommunikativ. Die meisten Götter waren Verwandte. Der Bruch entstand, mit der Erfindung der Idee des EINZIGEN GOTTES. Das war die Geburtsstunde der Unterscheidung von „Wahr“ und „Unwahr“. Aus Ägypten wanderte die Idee des einzigen Gottes in den Nahen Osten und später in andere Teile der Welt. Mit der rigiden Unterscheidung zwischen Wahr und Unwahr entfaltete die Sprache Gottes einen Motor der Gewalt.
Der führende Ägyptologe Prof. Dr. Jan Assmann über den Monotheismus und die Sprache der Gewalt.


► Der gefährlichste Gott ist Blind
Das Volk der Nenetz umfaßt 3o.ooo Menschen und lebt auf einer Halbinsel Sibiriens, hoch im Norden. Es handelt sich um Nomaden. Eine Nenetz-Frau, Enkelin eines Schamanen, ist Filmemacherin geworden. Sie lebt mit einem finnischen Filmemacher zusammen. Beide veröffentlichten jetzt einen eindrucksstarken Film über die Mythen und Lieder dieser Nomaden. Der Film beschreibt auch die Reibungen, die ein so altes Volk im 20. Jahrhundert in der realsozialistischen Welt erlebt hat. Die Mythen berichten von sieben Himmeln und sieben Abgründen. DER GEFÄHRLICHSTE GOTT IST BLIND und taub und durch Gebete nicht zu erreichen. Eine Reihe der authentischen Aussagen diese Nomadenvolkes deckt sich mit ältesten Geheimlehren Babylons, Tibets und Indiens.


► Engel sind die Boten Gottes
Viele Menschen, die in Not sind, bezweifeln nicht, dass es Schutzengel gibt. Engel sind aber nicht primär für uns Menschen da, sondern sie sind Boten Gottes. Sie sind spirituelle Wesen, welche die Schranke zwischen irdischem Leben und göttlicher Sphäre durchschreiten. Es wäre doktrinär, wenn einer sagt, dass er im Einzelnen beschreiben könnte, was Engel sind. Ebenso doktrinär ist es aber, ihre Wirkung zu leugnen. Das Bild der Engel unterliegt ebenso wie das Bild Gottes in den 6.000 Jahren, aus denen wir Überlieferungen besitzen, einer Evolution. Engel (und Dämonen) gibt es schon in Babylonien und Ägypten. Sie sind verschieden und doch verwandt mit den spirituellen Wesen, von denen das Alte Testament, der Talmud, die Spätantike und das Mittelalter berichten. Eine moderne Deutung der Engel findet sich bei dem Theologen Karl Barth und dem französischen Autor Michel Serres. Nach der Überlieferung gibt es 9 Sphären, Ränge und Chöre der Engel. Gott verleiht, so die Überlieferung, ihnen Macht durch seinen Namen. So verfügt der mächtigste der Engel, genannt Metatron, über 70 Namen Gottes und eine große Vielfalt. Die höchsten Engel bestehen aus Feuer. Ihre Zungen brennen. Das Feuer reinigt sie, daher verkünden sie die Wahrheit. Es gibt Engel mit 1.000 Augen. Was geschieht, wenn ein Engel seine Aufgabe erfüllt hat? Verliert er seine Gestalt? Was bedeutet, dass sie in 7 Himmeln sich bewegen? Ein gelehrter Mönch, genannt Pseudo-Dionysios, hat die reichhaltigste Beschreibung von Engeln niedergeschrieben. Auch die gestürzten Engel werden zu verschiedenen Zeiten verschieden charakterisiert. Satan ist ursprünglich ein rechtskundiger Helfer Gottes, sozusagen dessen Chef-Ankläger. Später sieht man ihn im Feuersumpf. Es gibt aber auch Beschreibungen des Engels Luzifer, der mit seinem gesamten Leib in einem Eis-See festgehalten wird. Prof. Dr. Johann Evangelist Hafner und Prof. Dr. Karl Erich Grözinger sind Experten für die Geschichtsschreibung der Engel. Sie berichten. Beide haben gründliche Publikationen vorgelegt, J.E. Hafner eine Angelologie, K.E. Grözinger die einzigartige mehrbändige Publikation „Jüdisches Denken“. Doppelprogramm. Länge 90 Minuten.


► Ich empfange die Energien dieser Welt
Dipl.-Ing. Adelheit Rosenkranz, von Beruf Gartenbauarchitektin, ist Geomantin. Im antiken Griechenland bezeichnete das Wort GEOS die Erde, MANTIS den Seher, die hermetische Erfahrung. Das Arbeitswerkzeug von Adelheit Rosenkranz ist der Oreonstab. Er ist fähig, Störzonen nicht nur zu lokalisieren, sondern auch zu „durchleuchten“. Es geht um kosmische Zusammenhänge im Großen, die Rückwirkung haben auf die feinstofflichen Struktur im Kleinen, wie es der Gott Hermes, Trismegistos, schon die alten Ägypter lehrte. Diplompsychologin Dagmar Steurer befragt die Diplomingenieurin Adelheid Rosenkranz.


► Japans Götterwelt
Die Welt Japans wurde von einem Ur-Götterpaar geschaffen: Izanagi und Izamani. Die Göttin Izamani stirbt bei der Geburt eines Feuergottes. Ihr göttlicher Gefährte will sie aus der Unterwelt zurückholen. Das misslingt, weil er sich nach ihr umsieht. Von diesen Göttern stammen die japanischen Kaiser in direkter Linie ab. Der japanische Dozent und Lektor Takeshi Yamamori über die ältesten Mythen seines Landes.