Aus dem Archiv: „Gestürzter Engel“


 
Das Mitglied des Politbüros, Kral Schirdewan, gehörte im Umfeld des Volksaufstandes von 1953 in der ehemaligen DDR zu den Hoffnungsträgern. Plötzlich wurde dieser hohe Funktionär gestürzt und erst sehr spät kam es zu einer Rehabilitierung.
Die dramatischen Vorgänge im innersten Zirkel der politischen Klasse sind in der vorliegenden Dokumentation beschrieben. Machtfragen in einer untergegangenen Welt. Die Geschichte eines „gestürzten Engels“.

► „Gestürzter Engel“ (News & Stories vom 28.06.1993)


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► „Was wäre gewesen, wenn…?“

In der Schlussphase der DDR hätte es eine Chance gegeben, die DDR als intaktes Musterland der EU (und nicht als Teil der Bundesrepublik) neu zu konstituieren. In Analogie zum Saar-Status und nach dem Grundgesetz wäre das möglich gewesen. Präsident Francois Mitterand, Premier Margaret Thatcher und Generalsekretär Michael Gorbatschow hätten diese Lösung jeder anderen vorgezogen. Welche Folgen hätte ein solcher Schritt haben können? Der international erfahrene Unternehmensberater Roland Berger, involviert in viele Sanierungsfälle in den deutschen Bundesländern, berichtet.


► So viel Anfang war nie

Der Dezember 1989 gilt als Wende in der Wende. Bis dahin stand nicht fest, ob es eine deutsche Wiedervereinigung oder zwei getrennte deutsche Staaten geben wird. Der Dezember 1989 ist der unbekannte Monat. Der Dokumentarist Thomas Heise, der damals gleichzeitig mit Heiner Müller an einem Berliner Theater arbeitete, filmte in dieser Zeit im Umkreis der Hauptstadt der DDR. Ihm gelangen unglaublich authentische Momentaufnahmen.

Thomas Heise berichtet.


► „Der Staat stirbt, aber er ergibt sich nicht –„

Karl Marx hat gesagt, dass im Sozialismus der Staat aus zwingenden Gründen abstirbt. Die Voraussage hat sich in der DDR bewahrheitet.

Das Magazin zeigt einen ehemaligen, hohen Funktionär im Ministerium für Staatssicherheit (MfS), der den Niedergang seiner Berufsgruppe darstellt. Auch die verbleibenden Hoffnungen. Seine Ausspähungsmannschaft hatte noch zuletzt in London ein unveröffentlichtes Manuskript von Karl Marx gefunden (Bruchstück). Eine Meldung des Fundes an das Politbüro unterblieb.

Einzelprobleme des Abbaus der Staatssicherheit. Bilder vom 75. Geburtstag des Ministers Mielke.

Am Abend der Schlacht von Waterloo, ging die Garde Napoleons mit den Worten zugrunde: „Die Garde stirbt, aber sie ergibt sich nicht“.


► „Sehen wir uns nicht in dieser Welt, dann sehen wir uns Bitterfeld“

Bitterfeld ist als Industriezentrum der Chemie seit der Jahrhundertwende bekannt. In der DDR gehörte die Bitterfelder-Betriebe zu den Vorzeigeleistungen. Sie waren Anlass für den „Bitterfelder Weg“, der eine Verschmelzung der geistig Schaffenden mit den industriell Schaffenden herstellen sollte. Ralf Höpfner und Thomas Freundner haben in mehreren Jahren einen Dokumentarfilm mit dem Titel „Sehnsucht nach Bitterfeld“ hergestellt, der in erfahrungshaltigen Miniaturen Bitterfeld während des Umbruchs in den neuen Bundesländern beschreibt. Ein eindrucksvolles Portrait einer Industrielandschaft von den Vorzeiten über die Moderne bis in die Gegenwart. Die Arbeit von Ralf Höpfner und Thomas Freundner erhält aufsehenerregende Innovationen für die Weiterentwicklung der Dokumentation.


► Aufstieg und Fall des Palastes der Republik

Der Palast der Republik in der Mitte Berlins war ein symbolisches Gebäude der besonderen Art. Auf dem Grundriss des Stadtschlosses des Kaisers errichtet, war „palazzo prozzo“ der Stolz der Ingenieure und Architekten, die den Bau errichteten – und auch der Stolz der DDR. Der Publizist Moritz Holfelder dokumentiert den Bau dieses Gebäudes und seinen heutigen Abriss ausdrucksstark. Reste aus dem Stahl, der beim Abriss anfiel, werden derzeit im höchsten Turm der Welt in Dubai zweitverwertet. Zu der faszinierenden Dokumentation von Moritz Holfelder.