Neu im Catch-up Service: Ein Unglücksrabe zwischen allen Fronten

Der wahre Held in Mozarts letzter Oper

Im Zentrum von Mozarts Oper LA CLEMENZA DI TITO (er komponierte sie fast gleichzeitig wie DIE ZAUBERFLÖTE) steht ein junger römischer Offizier. Einerseits ist er Freund (und designierter Nachfolger) des Kaisers Titus. Andererseits ist er Vitellia, der Tochter des gestürzten Kaisers Vitellius, erotisch hörig. Er will loyal und treu sein, ist aber in den bürgerkriegsähnlichen politischen und emotionalen Verhältnissen Roms hin- und hergerissen. Ihm gilt Mozarts ganze Zuwendung in Form von großen Arien und eines bitter erkauften glücklichen Endes.

In der Staatsoper München wird dieser Sextus (italienisch Sesto) zur Hauptperson und zum Publikumsliebling. Inszenierung: Jan Bosse. Musikalische Leitung: Kirill Petrenko. Ein Ereignis!

Spannend und informativ.

► Ein Unglücksrabe zwischen allen Fronten: 10 vor 11, Sendung vom 19.05.2014


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► Betonköpfe der Liebe

betonkoepfeMit 16 Jahren schrieb Mozart sein Meisterwerk LUCIO SILLA. Der Tyrann Silla (in der Historie: Sulla) ist gierig auf die schöne Giuna, Tochter des von ihm ermordeten Marius. Sie aber liebt den Senator Cecilio.
Die Aufführung an der Staatsoper Stuttgart beginnt mit dem Finale: Silla verzichtet. Zu spät. Die Liebenden sind tot. So existiert, nach Mozart, das Gute selbst im Bösen, aber es kommt nicht rechtzeitig, um die Lebenden zu retten.

Musikalische Leitung: Konrad Junghänel. Dramaturgie: Albrecht Puhlmann. Chor: Johannes Knecht.

 


► Eine Frau wie ein Vulkan

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helge_MozartluegeStarb Mozart so jung wie immer behauptet wird? Dagegen spricht die allseitige Gegenwart dieses Musikers in Film, Funk und Fernsehen, behauptet Helge Schneider. Was an der Mozart-Lüge wahr ist, kann nur Wolfgang selbst beantworten. Auch wenn er manchmal besoffen war.

 


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