Veranstaltungstipp: SIGNATUREN DER VERLÄSSLICHKEIT (Film und Diskussion) – 14.12.2014, Filmmuseum Düsseldorf

kluge-black-box

SIGNATUREN DER VERLÄSSLICHKEIT

Charakter, Realismus, Gleichgewicht

Regie: Alexander Kluge, mit Prof. Dr. Dirk Baecker, Prof. Dr. Eckart Voland, Prof. Dr. Martin Zimmermann, Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Martin Wuttke und Helge Schneider
D 2014 · Deutsche Fassung

Am 13. Dezember 2014 wird dem Filmregisseur, Fernsehproduzenten und Schriftsteller Alexander Kluge der Heine-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf verliehen. Im Zusammenhang mit dieser besonderen Ehrung freuen wir uns, den Preisträger zur Werkstattaufführung seines soeben fertiggestellten Films SIGNATUREN DER VERLÄSSLICHKEIT begrüßen zu können.

Regeltreues Geschäftsgebaren (Compliance) ist Dreh- und Angelpunkt in Kluges neuem Film: Chefs und Mitarbeiter in Unternehmen brauchen Wagemut, aber auch einen moralischen Kompass. Die Sensibilität für das richtige Verhalten hat sich seit dem Fall Siemens und durch die globale Finanzkrise verstärkt. Der Film geht unter anderem folgenden Fragen nach: Welchen Charakter, welches Ego, welche Steuerung brauchen Verantwortliche im 21. Jahrhundert? Was waren Charakterbilder in der Antike? Wie hat sich das menschliche Gewissen entwickelt? Wieviel Realismus erfordert eine moralische Haltung in äußerster Notlage? Kluge lässt ausgewiesene wissenschaftliche Experten wie Dirk Baecker, Gerd Gigerenzer, Eckart Voland und Martin Zimmermann zu Wort kommen. Außerdem tritt Helge Schneider als Dr. Mabuse auf: „In der Finanzkrise ist nicht einmal das Verbrechen mehr wie früher.“ Wann geht es um ein klares „Entweder-Oder“? Wann geht es um Gleichgewichte und Augenmaß?

Der Film wirft Fragen auf, die auch die anschließende Diskussion mit Frau Dr. Hohmann-Dennhardt (Vorstand für Integrität und Recht der Daimler AG) und Alexander Kluge bestimmen werden.

Begrüßung: Bernd Desinger, Direktor Filmmuseum.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Heinrich-Heine-Institut statt.

+++ Telefonische Vorbestellungen sind nicht mehr möglich – es gibt nur noch wenige Restkarten an der Tageskasse! +++


Sehen Sie dazu auch auf dctp.tv

► Was hilft mir mein Bauchgefühl

bauchgefuehlDer Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal war als Rationalist Erfinder der Wahrscheinlichkeitstheorie. Zugleich aber stammt von ihm der Satz: “Das Herz hat einen Verstand, den der Verstand selbst nicht versteht.”

Die Gleichgewichte zwischen Ratio und Intuition sind das Forschungsthema von Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Wann ist es richtig, dass ich meinem Bauchgefühl vertraue? Wann ist es notwendig, dass ich allein den Kopf gebrauche?

Begegnung mit Gerd Gigerenzer aus Anlass seines neuen Buchs “Bauch-Entscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition.”


► Dr. Mabuse der Spieler

drmabuseAch wie schön, dass niemand weiß, dass ich Dr. Mabuse heiß, behauptet der beliebte Charakterdarsteller Helge Schneider. Der verbrecherische Hypnotiseur und Spieler Dr. Mabuse, einst erfunden von dem Filmregisseur Fritz Lang, hat heute Schwierigkeiten mit der Finanzkrise.

 
 
 


► Das Prinzip Kapitalismus

prinzip-kapitalismusFrüchte des Vertrauens

21 Sequenzen über das, was an der Börse nicht gehandelt wird, aber jedem Kapitalismus vorausgeht: Vertrauen. Mit Hannelore Hoger als Börsenastrologin, Joseph Vogl und Helge Schneider, mit Beiträgen von Dirk Baecker, Hans Magnus Enzensberger, Heiner Müller und einem Auftritt von Christoph Schlingensief.

 


DVD-Empfehlung:
Alexander Kluge: Früchte des Vertrauens

fruechteGodard sagte über seinen Videoessay Histoire(s) du cinéma, mit dem Medium DVD seien noch ganz andere Dinge möglich.

Was man mit den Silberscheiben anstellen kann, demonstrierte Alexander Kluge, nach eigener Auskunft Godards »jüngerer Cousin«, mit seinen Nachrichten aus der ideologischen Antike. Andreas Platthaus schrieb damals in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die DVD sei genau das richtige Medium für sein Werk, Kluge selbst sieht darin die Möglichkeit einer »extensiven Landwirtschaft des Films«.

Mit diesen Mitteln setzt er sich nun in seinem neuen Projekt mit den Kollateralschäden der Wirtschaftskrise auseinander. Es geht um den Gegenpol der Krise – das Vertrauen: Was läßt sich für Geld nicht kaufen? Warum ist Vertrauen, das durch Werbung und Geld allein nicht erkauft werden kann, ein Rohstoff, notwendiger als Beton oder Öl? Unterstützt wird er dabei vom Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz, von Peter Berling in der Rolle des Tiermehlfabrikanten Fred Eicke, von Dirk Baecker, Helge Schneider, Joseph Vogl und vielen anderen.

Bonus: Booklet mit Texten von Alexander Kluge, Geschichten (PDF-Dateien zum Download)

Zu Bestellen bei: ABSOLUT MEDIEN
–> Zum gesamten Shop-Angebot


signaturen-verlaesslichkeit-plakat