Heute Abend im TV: Was ist ein Sklave? (18.05.2014, 0:30 Uhr bei News & Stories auf SAT1)

Prof. Dr. Michael Zeuske über die Globalgeschichte der Sklaverei

Sklaverei besteht dort, wo Menschen als eine Sache und Ware, als ein Wertobjekt gelten und ihre Arbeitskraft getauscht und angeeignet werden kann. Einfache Unterdrückung ist noch nicht Sklaverei. In diesem Sinne gibt es Sklaven etwa seit 10.000 Jahren und es gibt sie bis heute. Der Historiker Michael Zeuske, schrieb eine Globalgeschichte der Sklaverei. Wenig bekannt ist es, dass die stärkste Expansion des Sklavenhandels zunächst nach Asien verlief. Eine dramatische Steigerung enthielt dann die Verschiffung von Sklaven über den Atlantik in die Karibik, nach Lateinamerika und in die U.S.A.. Gegenwehr und Aufstände der Sklaven hat es zu vielen Zeitpunkten gegeben, aber nur der legendäre Aufstand der Sklaven auf Haiti in der Zeit der Französischen Revolution hatte Erfolg. Mit der Abschaffung der Sklaverei und des Sklavenhandels im 19. Jahrhundert endete die Sklaverei tatsächlich überhaupt nicht. Ihre Praxis nimmt in den Kuli-Arbeitsverträgen und in den verdeckten Formen, in denen sie heute stattfindet, eher zu als ab. Begegnung mit Prof. Dr. Michael Zeuske, Universität Köln.

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► Die Weltgeschichte der Sklaverei 

weltgeschichte-sklavereiIn der Geschichte der Menschheit war Sklaverei lange Zeit der Normalzustand. Aristoteles hielt sie für gerechtfertigt. Nur eine Minderheit bekämpfte sie in der aufkommenden christlichen Kirche. Später war der Sklavenexport von Afrika in den Nahen Osten und nach Asien zeitweise umfangreicher als der nach Amerika.
Prof. Dr. Egon Flaig, Althistoriker an der Universität Greifswald und Autor des Buches WELTGESCHICHTE DER SKLAVEREI, berichtet.


► Die Royal Navy und die Ordnung der Welt 

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Die Royal Navy, die unter Nelson bei Aboukir und Trafalgar die Weltgeschichte für England und gegen Napoleon entschied, war kein bloßes Kriegswerkzeug. Sie war, vor allem nachdem sie die Meere beherrschte, auch eine Zivilisations-maschine. Sie beendete den Sklavenhandel. Sie brachte die Erdbeeren erstmals nach Tahiti, transportierte die Brotfrucht, als Nahrung der Sklaven und der Armen, in die Karibik. Viele ihrer Kapitäne befassten sich mit Erderkundung wie der Kapitän Cook, der bei einem dieser Abenteuer tragisch umkam.