„Der Artikel „Das Trauma des Schwarzen Todes“ hat bei den Lesern der NZZ ein starkes Echo gefunden. Zu dem Artikel stellen wir im NZZ.at-Club eine Reihe von Bewegtbildbeiträgen dazu.“
Alexander Kluge (dctp.tv)
„Das Ebolavirus ist ein erst kürzlich entdecktes Virus, das wir seit den 70er Jahren kennen. Es hat eine sehr ungewöhnliche Struktur und ist sehr groß für ein Virus. Unter dem Mikroskop sieht man fadenförmige Gebilde. Aus diesem Grund nennt man diese Ebolavirusgruppe auch Fadenviren.“
„Die Pest ist eine furchtbare Seuche, die Jahrhunderte im Schrecken gehalten hat. Naturwissenschaftlich ausgedrückt, handelt es sich um eine Seuche die durch Flöhe verbreitet wird. Beißen diese den Menschen, gelangen die Einzeller Pasteurella pestis in die Blutbahn. Seuchen wie die Pest und Ebola gefährden nicht nur die Körper der Menschen sondern auch das Gemeinwesen. Unter dem Eindruck der Pest brechen Gesellschaften faktisch zusammen.“
Lesen Sie hier den gesamten Artikel „Das Trauma des Schwarzen Todes“ (NZZ – 17.10.2014)
Sehen Sie die Sendung „Der schwarze Tod“ mit Prof. Dr. Klaus Bergdolt in voller Länge auf dctp.tv
Von Osten kommend, hat die Pest in der Antike und im Mittelalter Häfen, Städte und ganze Länder verwüstet. Die Seuche tötete nicht nur Menschen, sondern sie zerrüttete in radikaler Weise den gesellschaftlichen Zusammenhalt: ein Seuche, die Gemeinwesen vernichtet.
Prof. Dr. med. Klaus Bergdolt, Verfasser der Bücher „Der schwarze Tod in Europa“ und „Die Pest“, berichtet.
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Der pensionierte Mitarbeiter des Ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit, hat das Pestgebiet im Umkreis der indischen Stadt Surat besucht. Ihn interessierte insbesondere das System der Nachrichtensperren, mit denen die indische Regierung die für Geschäftsbesuche und Fremdenverkehr in Indien höchst nachteiligen Folgen der Lungenpest begrenzen konnte.
Auf dem Blauen Planeten koexistieren seit Äonen Lebewesen, die aus Zellen zusammengesetzt sind, mit der Welt der Viren. Man versteht aber die Evolution schlecht, wenn man nur von einem Krieg der Viren und der größeren Lebewesen spricht.
Man weiß nicht, ob die Lebenssplitter, die man Viren nennt, tot oder lebendig sind, ob sie bloß aus Programm bestehen oder selbstständige Körper bilden. In jedem Fall zeigen sie eine radikale Intelligenz, Wandlungsfähigkeit und scheinen an nichts anderem interessiert als sich zahlenstark zu vermehren.
Die Virologin Prof. Dr. Karin Mölling, Universität Zürich und Wissenschaftskolleg zu Berlin, berichtet nicht ohne Respekt von ihrem Forschungsgegenstand.
Die Welt der Mikroben hat ihre Basis in ältesten Zeiten: Milliarden und Millionen Jahre vor heute. Ihre Strukturen bilden „Inseln“ und „Gesellschaften“. Dies gilt nicht nur für die pathogenen Wirkungen, sondern für alle Wirkungen dieser mit der unseren konkurrierenden Lebenswelt der Viren und Bakterien. Diese Welt speichert Programme, Strukturen und Wissen.
Prof. Dr. Dr. Hacker ist als Präsident des Robert-Koch-Instituts zuständig für die Bekämpfung gefährlicher Viren und Bazillen. Er spricht mit großer Achtung von der Evolution, Intelligenz und Flexibilität seines „Gegners“.