Neu im Catch-up Service: Magie der Worte


Durs Grünbein: „Die unsicheren Meere, auf denen die Ratio schwimmt“
Durs Grünbein führt in seinem Suhrkamp-Buch ZÜNDKERZEN Prozesse der Logik mit den emotionalen Erfahrungen der Moderne direkt zusammen. Das vermag nur die Dichtung. Verstand, die Vernunft, die Ratio bewegen sich auf Meeren des Gefühls. Außerdem auf dem Meer wechselnder realer Verhältnisse. Orientierung tut Not, wie für Schiffe auf dem Meer, wenn Stürme drohen. „Theory like swimming in a storm“. Diese Gedichte sind poetische Glücksfälle.
Begegnung mit dem Dichter und Essayisten Durs Grünbein.
► Magie der Worte (10 vor 11, Sendung vom 16.04.2018)


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► „5.000 Jahre wie ein Tag“

Ezra Pound gilt als einer der großen Poeten im 20. Jahrhundert: ein Universalgenie aus Idaho, Amerikaner in Paris, Dandy in London. Ein Mann, der das moderne Wirtschaftsleben samt Wucher, aber auch die Vorgeschichte der Menschheit in die Poesie einführt. Der rätselhafte Mann wurde 1946 aufgrund seiner Freundschaft mit Mussolini in den USA wegen Landesverrat angeklagt.


► Murmeltier des Geistes

Neues Vers-Poem von Durs Grünbein über René Descartes: Der französische Philosoph entdeckte bei Ulm mitten im Winter die Rationalität. Das Vers-Poem ist der Entstehung des Hauptwerkes von Descartes, „Discours de la Methode“, gewidmet.


► Nach den Satiren des Juvenal

Durs Grünbeins Verse handeln von der Herrschaft der Caesaren in Rom, von Paris im 19. Jahrhundert und vom neuen Berlin. Grünbein nennt diese Metropolen „Hauptstädte des Vergessens“. Dagegen, sagt Grünbein, helfen nicht Denkmäler, sondern Verse.