Neu im Catch-up Service: Perlentaucher unterwegs

Rapid Eye Movies sucht und entdeckt Raritäten, die neue Lust aufs Kino machen

Rapid Eye Movies ist ein besonderer Filmverleih und  neuerdings auch Produzent. In dem besonderen Programm dieses Verleihs finden sich Raritäten wie der Kultfilm Space is the Place mit der Jazz-Ikone Sun Ra. Die letzte in der Welt vorhandene Kopie dieses Pop-Meisterwerks hat Rapid Eye Movies entdeckt und vom Filmformat ins Digitale überspielt.

Aber auch im Genre des japanischen Pink Films (Filme mit nur vier Tagen Drehzeit, erotisch-ritual, bestimmt für japanische Bahnhofskinos), findet Rapid Eye Movies Perlen wie Branded to Kill. Der Film zählt zur Avantgarde des Autorenfilms, niemand würde ihn unter dem Pink Film vermuten. Er zählt – lange vor Godard – zu den Glanzstücken der Nouvelle Vague. Und das in Japan.

Mit dem engen Blickwinkel Hollywoods und des europäischen Films ausgestattet, übersehen wir zu Unrecht, dass auch in den tausend Filmen, die in Indien jedes Jahr neu entstehen, und außerdem im chinesischen, dem philippinischen und dem afrikanischen Film Raritäten versteckt sind, die ins Kino zu holen sich lohnt. Vom Programm der Rapid Eye Movies sagt die Süddeutsche Zeitung: „Viele Stunden Kinoglückseeligkeit“. Und außerdem hat Rapid Eye Movies mit solchem Programm noch Erfolg.

Begegnung mit Stephan Holl, der mit seiner Frau gemeinsam Rapid Eye Movies leitet.

► Perlentaucher unterwegs (10 vor 11, Sendung vom 09.10.2017)


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► Manga Cosplay

Auf der Buchmesse in Frankfurt wanderten 2 000 Manga-Cosplayer und Cosplayerinnen umher. Der Ausdruck “Cosplay” ist zusammengesetzt aus den englischen Worten “costume” und “play”. Die Cosplayer bereiten sich vor auf die Cosplay-Weltmeisterschaften. Hier vor Ort, im Internet und in ihren Heimatstädten finden sie rasch Kontakt untereinander. Sie verbindet der Spaß an Manga und Anime und vor allem die Leidenschaft für das Sich-Verkleiden.


► Ein Höhepunkt abendländischer ICH-KULTUR

Claus Peymann, Leiter des Berliner Ensemble, früher Intendant des Burgtheaters Wien, über seine Zusammenarbeit mit dem großen Regisseur Einar Schleef. Man darf, sagt er, die oft ans Unmögliche grenzenden Forderungen, die Einar Schleef an das Theater stellte, nicht unterschätzen. Sie bezeichnen genau den Übergang zur Utopie, für die sich das Theatermachen überhaupt lohnt.

Die letzte Inszenierung von Einar Schleef blieb ein Fragment, da er kurz vor der Premiere starb.

Claus Peymann hat dieses Fragment im Berliner Ensemble behutsam rekonstruiert. Er ehrt damit den großen Theaterkollegen.
Einar Schleef ist berühmt für seine großen Chöre und Massenauftritte. Er selbst, sagt Peymann, gehörte zu den großen Solisten, ein letzter Höhepunkt der abendländischen Ich-Kultur.


► Erlöst die Nachrichten von der menschlichen Gleichgültigkeit!

H.M. Enzensberger, Jahrgang 1929, ist ein Glücksfall. Wie kann man über Nachrichten so erzählen, dass sie nicht leblos und menschlich gleichgültig bleiben? Wie pflegt man die literarischen Tugenden der Lakonie, der Überraschung und der Kürze und wahrt dennoch den Zusammenhang? Wie kein anderer Autor verbindet H.M. Enzensberger größtmögliche Offenheit mit Gründlichkeit. Begegnung mit dem Autor und Gespräch.