Heute Abend im TV: Die Perlen der Cleopatra (03.07.2017, 0:30 Uhr bei 10vor11 auf RTL)

Operette von Oscar Straus mit Dagmar Manzel an der Komischen Oper Berlin

Der Wiener Komponist Oscar Straus komponierte eine der charakteristischsten „Berliner Operetten“ der Zwanziger Jahre: „Die Perlen der Cleopatra“. Die Folge der Überraschungen und Melodien, der erotische Subtext, sind in diesen Operetten wichtiger als die sogenannte Handlung. Eine so intensive Kombination von Witz und Musik, dann durch das Dritte Reich unterbrochen, hat es in der Welt später nicht wieder gegeben.

Die Königin Cleopatra verrührt die Perlen ihres Halsschmucks in einem Becher zu einem Liebestrank, mit dem sie alle andrängenden Besatzer Ägyptens zu ihren Liebessklaven macht: einen persischen Prinzen, einen römischen Offizier und zuletzt den berühmt Marc Anton. Dass diese Operetten keine Farcen sind, sondern blinkende Edelsteine, zeigt Barrie Kosky in seinen Inszenierungen an der Komischen Oper Berlin immer erneut. Unverwechselbar und vom Publikum bejubelt die Protagonistin Dagmar Manzel in der Hauptrolle der Cleopatra.

 

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► Kleopatra

Sie war ihrer familiären Abstammung nach Griechin, als Pharaonin herrschte sie über das tausendjährige Reich Ägypten, in Rom war sie zeitweise mächtig und ihr Sohn hätte Cäsars Nachfolger werden können. Ihr Tod, den sie sich selbst durch Schlangenbiss zufügte, und durch den sie sich der Schande, von dem späteren Kaiser Augustus in Rom im Triumphzug vorgeführt zu werden, entzog, und auch ihr Leben waren Inhalt von Dramen, Opern, Filmen und Romanen. Der Althistoriker Prof. Dr. Wolfgang Schuller hat dieser bedeutenden Frau ein Buch gewidmet. Die Dichtungen über sie sind noch nicht beendet, sagt er.