Neu im Catch-up Service: Architektur für die Raumfahrt

Philipp Meuser: “Zwischen Konstruktivismus und Kosmonautik”

Aus dem revolutionären Elan des jungen Russland nach 1917 entstand der Konstruktivismus: kühne Entwürfe vor allem von architektonischen Zukunftsstädten und Utopien, darunter auch aus den Wolken herabhängende Hochhaustürme. Immer ging es um die Eroberung des Himmels und der Sterne.

Dieser Konstruktivismus hat sich auf die Architektur der russischen Raumfahrt ausgewirkt, auf die Gestaltung der Technik ebenso wie auf die Struktur der Abschussrampen und die Innenausstattung der Raumfahrtzeuge.

Philipp Meuser hat diesem Zusammenhang von Konstruktivismus und Kosmonautik ein imposantes und bilderreiches Werk gewidmet.

► Architektur für die Raumfahrt (News & Stories, Sendung vom 09.12.2015)


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► Die Raumzeit raschelt

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Gravitationswellen lassen den Raum “zittern”. Dies lässt sich auf unserer Erde aber nur in minimalen Größenordnungen messen. Wenn z.B. ein Stern explodiert verändert sich auf einem der Inferometern im Max-Planck-Institut für Gravitationsforschung in Hannover der Messwert um ein Tausendstel eines Atomdurchmessers, und das für einige Tausendstel von Sekunden. Das Auffinden von Gravitationswellen entspricht also in den olympischen Disziplinen der Physik einem Marathon. Dennoch: Die Struktur der Raumzeit verändert sich, obwohl der Raum extrem steif ist.
Gravitationswellen entstehen dort, wo sich große Massen extrem schnell asymmetrisch bewegen: bei der Verschmelzung von Doppelsternen, bei der Kollision von Milchstraßen und bei der Entstehung der Welt. In kurzer Zeit wird die Wissenschaft in der Lage sein, die Gravitationswellen nachzuweisen, so wie sie Einstein vorausgesagt hat.

Prof. Dr. Karsten Danzmann, Max-Planck-Institut für Gravitationsforschung in Hannover, berichtet.


► Neuestes vom Urknall

urknall-gravitationswellenDie beobachtbare Expansion des Kosmos (nur die Leere zwischen den Galaxien dehnt sich aus, diese selbst werden durch ihre Gravitation zusammengehalten) und die Entstehung der Welt stellt den Astrophysikern und Kosmologen wichtige Fragen. Gibt es Universen vor dem Urknall? Wie kommt es zur „kosmischen Inflation“? Wird es ein Ende der Welt geben oder geht der Kosmos nur in andere Welten über? Es geht um den authentischen Fingerabdruck des Urknalls. Nach neuesten Hypothesen ist er kein Anfang, sondern ein „Durchgang“, der sich u.U. in 1000 Milliarden Jahren wiederholen kann. String-Theorie, Gravitationswellen und die kosmische Hintergrundstrahlung sind die Themen, mit denen sich die moderne Kosmologie befasst. Der neue Planck-Satellit trägt zur Vermessung der Hintergrundstrahlung und ihrer Unregelmäßigkeiten erstaunlich Neues bei.

Dr. Jean-Luc Lehners, Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, berichtet.


► Blick aus dem Orbit

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Unser Blauer Planet wird täglich von Raumfahrtzeugen beobachtet (wie von Außerirdischen). Die Beobachter zeigen die Schönheit unserer Erde, aber auch den Raubbau in der globalisierten Umwelt. Zugleich zeigen sie im Erdreich verborgene Schätze. Sie sind die modernen Pioniere der Geografie.

Dr. Niels Sparwasser vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und Prof. Dr. Rüdiger Glaser, Universität Freiburg, berichten aus Anlass der faszinierenden Bild-Dokumentation: GLOBALER WANDEL.