Heute Abend im TV: Im Land der schwarzen Berge (21.09.2015, 0:30 Uhr bei 10vor11 auf RTL)

Martin Sökefeld über Gilgit-Baltistan, das Dach der Welt

An den Himalaya schließt sich nach Nordwesten das Karakorum-Gebirge an: „Das Land der schwarzen Berge”. Hier treffen Kaschmir, China und Pakistan in einem Dreiländereck aufeinander. Mehrere Achttausender, darunter der Nanga Parbat, kennzeichnen die Gebirgswüste, in der Menschen aus sehr verschiedenen Völkerschaften durch Anbau von Terrassen Oasen geschaffen haben.

Dieses Land blieb in der Auseinandersetzung zwischen Indien und Pakistan von Pakistan besetzt, wurde diesem Land aber nicht eingegliedert. Das staatliche Provisorium ist in der Welt ein Unikat. Über die Pässe von Gilgit-Baltistan führt ein Highway von China bis zum Indischen Ozean. Wird durch einen Erdrutsch ein Tal versperrt, bilden sich Seen. Ein Land der Extreme.

Prof. Dr. Martin Sökefeld, LMU München, ein Ethnologe spezialisiert auf dieses Dach der Welt, berichtet.

 

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► Die legendäre Weihrauchstraße in Arabien

weihrauchstrasseDie Pflanze, aus deren Harz der Weihrauch gewonnen wird, ist extrem anspruchsvoll. Sie gedeiht nur an wenigen Orten der Erde, z.B. im Südosten Arabiens, wo die Monsunwinde des Indischen Ozeans die Berge beregnen. Von diesem Ursprungsort des Weihrauchs führte die Weihrauchstraße durch Arabien zum Mittelmeer und bis Rom.

Weihrauch war kostbarer als Gold. Nero verbrannte zu Riechzwecken und zur Feierung seiner Person eine ganze Jahresproduktion. Es scheint für antike Herrscher besser gewesen zu sein, sich duftend zu machen durch Rauch als sich zu waschen. Weihrauch ist eine Sache für Herrscher.

Mit der Weihrauchstraße verbinden sich die Legenden vom Goldland Ophir und von der Königin von Saba, die von dort kam und König Salomo in Jerusalem besuchte. Heute begegnen sich im „Morgenland“ die Spuren der Antike mit höchst modernem Terror, der sie zerstört.

Der Archäologe und Historiker Joachim Willeitner berichtet über die märchenhafte Weihrauchstraße, die zeitweise eine nicht geringere Bedeutung hatte als die Seidenstraße.


► Vom Baikal nach Alaska

baikal-alaskaKlaus Bednarz reiste und filmte die Strecke, auf der ein Teil der frühen Menschheit von Mittelasien durch Sibirien und über die Beringstraße nach Alaska einst wanderte. Es geht um Gebirge, Ebenen, Tundra, eine Meeresstraße, um die kältesten Zonen der Welt und auch einige der an Bodenschätzen reichsten Gebiete, die auf ihren Goldrush warten. Klaus Bednarz hat hierzu einen Bildband, ein Buch und drei große Fernsehfilme veröffentlicht.

Klaus Bednarz im Gespräch.


► Ein Ozean namens Tethys

himalayaDie Tethys war ein Ozean, der sich vom Mittelmeer bis zum heutigen Himalaya erstreckt hat und von dem heute nur noch eine “Pfütze” übrig geblieben ist. Der frühere Ozeanboden liegt heute unter anderem in den Alpen.



► Der Botschafter seines Präsidenten

holbrookeSeine Schlagader zerriss und er starb in einer Dezembernacht in New York. Er war einer der Chefdiplomaten der USA und wird schwer zu ersetzen sein. Unter Präsident Clinton verhandelte er den Frieden auf dem Balkan. Während der Regierungszeit von Präsident George W. Bush widmete er sich Stiftungen. Er kämpfte weltweit gegen Aids. Zuletzt war er Sonderbotschafter von Präsident Obama und seiner Außenministerin Hillary Clinton in dem gefährlichsten Dreieck der Welt: Pakistan-Kaschmir-Afghanistan.

Ein Portrait und ein Rückblick. Musik: Helikopter-Quartett von Karlheinz Stockhausen.


► Was sind die gefährlichsten Punkte der Welt? / Vize-Admiral a.D. Ulrich Weisser über Strategie als Berufung

punkteStrategie als Berufung heißt das neue Buch von Vize-Admiral a.D. Weisser, ehemals Planungschef der Bundeswehr. Politische Führungskunst ist im 21. Jahrhundert deshalb so anders als früher und so schwierig, weil die Gefahrenlagen so oft schwer rechtzeitig zu erkennen sind. Was bedeutet z.B. die Flottenrüstung Chinas und die Indiens? Wer hätte mit dem Einsatz von NATO-Luftstreitkräften in Libyen gerechnet? Was sind die gefährlichsten Punkte der Welt? Sicherheit, sagt Ulrich Weisser, lässt sich nicht stapeln. Entsprechend hilft keine Vorratsbildung an Expertise, das Wissen muss in jeder neuen Situation neu hergestellt werden.
Vize-Admiral a.D. Ulrich Weisser über sein neues Buch STRATEGIE ALS BERUFUNG.