Neu im Catch-up Service: Die zwei ägyptischen Krokodile

Primitive Diversity Pictures

Primitive Diversity ist die Bezeichnung für die sogenannte „einfache Vielfalt“, nämlich die Bilderwelten, die dem Kino unmittelbar vorangingen. Das war vor allem die Laterna Magica: phantasiereiche Darstellungen, gemalt, in einem Rundkasch für Bildwerfer-Apparate, die diese Bilder vergrößert an die Wand warfen. Das hat hohe erzählerische und ästhetische Reize und ist keineswegs nur etwas für Kinder.

Im Beispiel von den zwei ägyptischen Krokodilen trifft ein ägyptischer Händler zwei Exemplare dieser Tiergattung. Er trägt sie zum Markt. Sie führen miteinander Zweikämpfe vor. Die Zuschauer sind begeistert. Am Schluss fressen die Krokodile den Händler. Die Geschichten sind vielfältig. Sie reichen von bekannten Romanen wie „Robinso Crusoe“ bis zu originellen Neuerfindungen wie die „Sintflut in der Wohnstube“. Geschichten wie Dr. Hoffmanns „Struwwelpeter“ sind in Art und Zeichnung mit den Laterna-Magica-Phantasien eng verwandt.

Die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Ulrike Sprenger, Universität Konstanz, über die Bilderwelten der „primitive diversity“.

Spannend und informativ.

► Die zwei ägyptischen Krokodile (10vor11, Sendung vom 29.06.2015)


Sehen Sie dazu auch auf dctp.tv

► Die bunte Welt der Comics

comicsVor etwa 100 Jahren entstand, von New York ausgehend, der Comic und verbreitete sich über die Welt. Die Geschichte dieses Massenmediums verläuft zur gleichen Zeit wie die des Films. In seinem Buch ALLES ÜBER COMICS veranstaltet Andreas C. Knigge, als Liebhaber und Experte, eine Entdeckungsreise von der Höhlenmalerei bis zu den Mangas, von Yellow Kid, über Captain America, Silver Surfer, Asterix und Superman bis Spiderman.



► “Episch, dramatisch, lyrisch, hysterisch…” – Laurens Straub über HDTV

hdtvDie vier Kunstrichtungen des technischen Zeitalters heißen: episch, dramatisch, lyrisch und hysterisch.

Auf einem Kongress zum Thema hochauflösendes Fernsehen treffen wir den Filmemacher, Medientheoretiker, ehemaligen Chef des Filmverlags der Autoren, den Holländer Laurens Straub. Er beschreibt uns die Wirkungen des HDTV-Bildschirms in den Wohnzimmern.



► Michael Ballhaus: Mit Licht kann ich zaubern

ballhausFür ein Drittel des Zeitraums, der die Filmgeschichte umfasst (es gibt Kino seit 1895), hat Michael Ballhaus für den Film gearbeitet. Vor seiner Kamera standen Stars wie Leonardo DiCaprio, Robert De Niro und Jack Nicholson; er drehte mit Regisseuren wie R.W. Fassbinder, John Redford, Frank Coppola und Martin Scorsese. Er ist der berühmteste Kameramann Deutschlands. Nach einem besonders harten Drehtag berichtet er von seinen Erfahrungen. Was ändert sich für den Film in der digitalen Welt? Welche Besonderheiten des klassischen Films behalten ihr Potenzial in dieser neuen Umgebung?


► Ein Liebespaar in Babylon

liebespaarEine Szene aus dem Film “Intolerance” von D.W. Griffith. Der Untertitel des Mammutfilms heißt “Vom Kampf der Liebe durch die Jahrtausende”. Die Handlung des Films beginnt in Babylon. Mit Musik von Giacomo Rossini.



► Blinde Liebe

godardJean-Luc Godard begleitet seinen neuesten Film ELOGE DE L’AMOUR (ODE AN DIE LIEBE), mit dem er auf den Filmfestspielen in Cannes für Aufsehen sorgte. In einem ruhigen Gespräch mit Alexander Kluge entwickelt er die These, dass eigentlich nur Kinder und Alte wirkliche Menschen seien, die dazwischen liegenden Erwachsenen seien ein Übergang. Meine Mutter hat nur Stummfilme gesehen, sagt Godard.