Neu im Catch-up Service: Die Chowanskijs und ihre Mörderbande

Modest Mussorgkis Oper Chowanschtschina in Stuttgart

Die letzte Oper, die Mussorgski komponierte, handelt in der Zeit der Wirren, die nach Iwans des Schrecklichen Tod ausbrachen und mit der Machtübernahme durch Zar Peter den Großen endeten. In Moskau wütet eine Truppe oder Mörderbande, die Strelitzen genannt, ursprünglich als Gegengewicht gegen den Adel gedacht und inzwischen außer Kontrolle. Fürst Iwan und dessen Sohn Fürst Andrej sind die Anführer der Strelitzen. Regierungschef ist Fürst Golizyn. Gemeinsam mit dem religiösen Fanatiker Chodaj bilden Iwan und Golizyn ein Triumvirat der Herrscher. Mussorgski nennt seine Oper ein „musikalisches Volksdrama“. In der Art einer Chronik wird der Sturz der Strelitzen, der Tod Fürst Iwans, die Verbannung Golizyns und als Höhepunkt im 5. Akt die Selbstverbrennung der „Alt-Gläubigen“, der religiösen Sekte, deren Prophet Chodaj ist, beschrieben. Lieber wählen die Orthodoxen den Flammentod als sich den Regimentern des Zaren, die sie in einem Waldgelände schon umstellt haben, zu ergeben.

Mit großartigen Sängern hat die Staatsoper Stuttgart Mussorgskis selten gespielte letzte Oper neu, opulent und emotional erschütternd herausgebracht. Inszenierung: Andrea Moses. Musikalische Leitung: Simon Hewitt.

Spannend und informativ.

► Die Chowanskijs und ihre Mörderbande (News & Stories, Sendung vom 03.06.2015)


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► Die Krönung der Poppea

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Monteverdis große Oper DIE KRÖNUNG DER POPPEA spielt an einem einzigen Tag in Rom. Am Morgen verlässt der Kaiser Nero seine neue Geliebte Poppea; er ist nicht bereit, sie zur Kaiserin zu machen, ehe er nicht von seiner legitimen Frau, Ottavia, geschieden ist. Am Abend ist Poppea Kaiserin. Es geht um eine der ältesten Opern der Welt, die in der Aufführung der Stuttgarter Staatsoper als ein Werk der Moderne erscheint.

 


► Die russische Gräfin

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Eine geheimnisvolle Gräfin, ehemals als Verführerin in Paris tätig, erhielt von einem ihrer Liebhaber die Kenntnis von drei Karten, die ihrem Besitzer stets Gewinn bringen. Es sind die DREI, die ZEHN und das AS.
Der Held der Oper, die in St. Petersburg spielt, ein Mann mit dem deutschen Namen Hermann bedroht die Gräfin eines Nachts, um ihr das Geheimnis zu entreißen. Die Gräfin erschrickt und stirbt.
Ihre Enkelin, eine starke Persönlichkeit namens Lisa, hält den jungen Spieler für einen Mörder. Sie will sich dennoch nicht von ihm trennen. Das Schicksal zieht alle, Hermann und Lisa, in den Abgrund.

Porträt einer legendären Schauspielerin. Pique Dame von Peter Tschaikowsky und Alexander Puschkin an der Staatsoper Stuttgart. Inszenierung: Johannes Schaaf


► Ach, ohne Hoffnung, wie ich bin

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Den Satz “Ach! Ohne Hoffnung …” sagt der “bleiche Mann”, der Held Wagners, der sich, von Gott zu ewiger Sturmfahrt in den Meeren verurteilt, nach der Erlösung durch eine ihm treue Frau sehnt. Im Roman “Luft und Liebe” von Anne Weber heißt es: “Meine Hoffnung war wie bei einem Fahrzeug, das auf glattem Eis plötzlich gebremst wird, noch 100 Meter weiter gerutscht. Es war meine eigene Hoffnung.” Hoffnung lässt sich nicht bremsen, so wenig wie sich das “Urvertrauen” aufzehrt. Menschen leben davon.