Heute Abend im TV: „ Oh, Wonne voller Tücke!“
(17.12.2014, 0:45 Uhr bei News & Stories auf SAT1)

Richard Wagners TRISTAN UND ISOLDE an der Staatsoper Stuttgart

„Oh, Wonne voller Tücke! Oh, truggeweihtes Glücke.“ Diese Worte singen Tristan und Isolde im ersten Akt auf dem Höhepunkt ihrer Verwirrung und ihres Liebestraums. Die Dienerin Brangäne, der Isolde von der zauberkundigen Mutter als Schutzengel mitgegeben, hat absichtlich oder versehentlich den von ihrer Herrin Isolde verlangten Todestrank, mit dem sie Tristan und sich selbst umbringen will, mit einer Liebesdroge vertauscht. Wie willenlos wenden sich Tristan und Isolde einander zu und gehen ihren Schicksalsgang.

Richard Wagners Meisterwerk kennt viele Deutungen. Der Intendant der Staatsoper Stuttgart Jossi Wieler und sein Chefdramaturg Sergio Morabito haben eine neuartige und fasznierende Theaterversion des TRISTAN vorgelegt. Die Sänger singen und treten zugleich als lebendige Theaterfiguren auf. Dass Richard Wagner drastisch und komisch sein kann, zeigt eine Seite in Wagners Werk, die oft unter mythischen Nebeln verborgen bleibt. Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling. Inszenierung Jossi Wieler und Sergio Morabito.

Verblüffend lebendig die Protagonisten. Tristan in seinem Doppelleben als Tristan und Tantris wird gespielt und gesungen von Erin Caves. Isolde wird gestaltet von Christiane Iven. Kurwenal: Shigeo Ishino. Brangäne: Katarina Karnéus.

 

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Diesen bekannten Märchenstoff hat Rossini in eine wie ein Uhrwerk zu spielende rasante städtische Musik gekleidet. Ein Meisterwerk. Andrea Moses hat in der Tradition der Staatsoper Stuttgart das Märchen auf seine Tiefenstruktur hin inszeniert. Musikalische Leitung: José Luis Gomez.