Rede von Alexander Kluge beim Berliner Theatertreffen am 2. Mai 2014

theatertreffen

Ich bin sicher, dass es ohne Theater keine städtische Öffentlichkeit, auch keine klassische Öffentlichkeit gibt, die diesen Namen verdient. Wir haben guten Grund, deshalb über Aktualität und Funktion des Theaters in einer lebendigen Öffentlichkeit unseres Landes nachzudenken.
(Alexander Kluge)

–> Die Rede zum Nachhören auf Alexander Kluges Website


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► “Die Sprache setzt die Körper in Bewegung” – Begegnung mit Dimiter Gotscheff

gotscheffHeiner Müller schrieb an den Regisseur Dimiter Gotscheff nach dessen Inszenierung des Müller-Dramas PHILOKTET den legendären Philoktet-Brief: das Manifest des SCHWARZEN THEATERS. Darin geht es um die Sprache der Körper und das Schweigen. Gotscheffs Inszenierung der ANATOMIE TITUS, der HAMLET-MASCHINE und des PHILOKTET, alles Dramen von Heiner Müller, sind entscheidende Kommentare zu dem Werk dieses Dramatikers.

Begegnung mit Dimiter Gotscheff.

 


► Ein Höhepunkt abendländischer ICH-KULTUR

hoehepunktClaus Peymann, Leiter des Berliner Ensemble, früher Intendant des Burgtheaters Wien, über seine Zusammenarbeit mit dem großen Regisseur Einar Schleef. Man darf, sagt er, die oft ans Unmögliche grenzenden Forderungen, die Einar Schleef an das Theater stellte, nicht unterschätzen. Sie bezeichnen genau den Übergang zur Utopie, für die sich das Theatermachen überhaupt lohnt.

Die letzte Inszenierung von Einar Schleef blieb ein Fragment, da er kurz vor der Premiere starb.

Claus Peymann hat dieses Fragment im Berliner Ensemble behutsam rekonstruiert. Er ehrt damit den großen Theaterkollegen.
Einar Schleef ist berühmt für seine großen Chöre und Massenauftritte. Er selbst, sagt Peymann, gehörte zu den großen Solisten, ein letzter Höhepunkt der abendländischen Ich-Kult

 


► Die Herrin der Texte

herrin-texteMit 46 Dienstjahren gehört die Souffleuse Rita Ohnesorg zum Stammpersonal einer Opern- und Theaterbühne. Genauigkeit und Vollständigkeit der Texte sind ihr Anliegen. Obwohl sie selten aufgefordert wird, sich am Ende der Stücke zum Schlussapplaus vor dem Publikum zu verbeugen, ist die Souffleuse das Herzstück des Betriebs. Hannelore Hoger als Souffleuse Rita Ohnesorg.